Otto Haesler – das Blumläger Feld bald ein teures Denkmal der Sparsamkeit?

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Ein Garten im Vogelsang 5, meines Erachtens der schönste. Die Mieterin lernte in der Siedlung 1938 ihren späteren Ehemann kennen und wohnte bis vor wenigen Jahren in derselben Wohnung.

Inzwischen ist bekannt*, dass u.a. für die Sanierung des zweiten Bauabschnitts der Siedlung Blumläger Feld von Otto Haesler 10,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung stehen. „Die Sanierung des Blumläger Feldes war zuletzt auf 14,6 Millionen Euro geschätzt worden, die der Altstädter Schule auf 6,8 Millionen Euro. Mit dem Zuschuss aus Berlin wären damit schon einmal etwa die Hälfte der Kosten gedeckt.“ Die Siedlung Blumläger Feld war zur Zeit ihrer Entstehung das erfolgreichste Projekt des modernen Siedlungsbaus in ganz Deutschland, was ihre Kosten im Verhältnis zu ihrem Nutzen betrifft. Nun droht sie zu einem teuren Luxus zu werden. Der Luxus besteht in der Befriedigung eines Bedürfnisses Weniger nach Symbolik: ein ‚Denkmal‘ soll geschützt werden. Fraglich ist, ob dieses ‚Denkmal‘ am Ende noch das Bauwerk ist, als das es jahrzehntelang beeindruckt hat; vor allem wenn man bedenkt, dass ein großer Teil der Gärten wahrscheinlich Parkplätzen zum Opfer fallen wird.

Viele Fotos der letzten Jahrzehnte vermitteln einen Eindruck davon, was einmal die ‚Identität‘ und ‚Atmosphäre‘ der Siedlung ausgemacht hat, zum Beispiel: https://vorrink-wagner.de/portfolio/otto-haesler-siedlung/

Hier bleibt nur eine Wiederholung der alten Stellungnahme (https://cellediefreieseite.files.wordpress.com/2018/02/haesler-attrappe-oder-persiflage-der-modernen-architektur-schlaberg.pdf):

 

Haesler-Attrappe oder Persiflage der modernen Architektur?

Ärgerlich ist, dass viele Jahre fast so getan wurde, als würde der zweite Bauabschnitt der Siedlung Blumläger Feld gar nicht existieren. Dabei war er das Erfolgreichste, was Haesler in Celle geleistet hat. Man kann Haeslers Siedlungsbau in Celle klar beschreiben: 1) Der Italienische Garten erlangte national Aufmerksamkeit, weil hier erstmals eine moderne Formensprache für den Siedlungsbau aufgegriffen wurde. Die großbürgerlichen Grundrisse erlaubten jedoch keine Einsparung. Wirtschaftlich wurde die Siedlung den an Haesler gestellten Ansprüchen nicht gerecht. 2) Mit der Siedlung Georgsgarten griff Haesler eine Grundrissidee des späteren Bauhauslehrers Ludwig Hilberseimer auf, die er konsequent zum Zeilenbau weiterentwickelte. Hiermit war erstmals die Konzeption entwickelt worden, deren spätere Anwendung die geforderten Einsparungen erlaubte. 3) Dies war in der Siedlung Blumläger Feld der Fall. Mit ihr wurde Haesler in Celle (nach weiteren Siedlungsbeiträgen in Karlsruhe, Kassel und Rathenow) erstmals den an ihn gestellten wirtschaftlichen Anforderungen gerecht. Zudem zeichnet sich diese Siedlung durch ein hohes Maß an Begrünung aus. Jeder Wohnung ist ein Mietergarten zwischen den Wohnzeilen zugeordnet.

Die Celler Siedlungen Haeslers wären fast nur noch von historischem Interesse, wenn sie ausschließlich soziale Leistungen gewesen wären. Für Celler und Besucher Celles dürfte heute noch mehr von Interesse sein, welch ein Ästhet Haesler war. Er griff jeweils aktuellste Anregungen der modernen Kunst (v.a. aus Holland), der modernen Architektur (Gropius in Dessau, Taut in Berlin und Magdeburg, May in Frankfurt) und des Designs auf, und zwar in allen drei Siedlungen mit Bezug zum damals jeweils aktuellsten Stand.

Es hilft jedoch nichts: Bauwerke altern. Das ist gerade im Blumläger Feld tragisch, sofern Haesler vielleicht hier der Sparsamste unter den Modernen war. Nun scheint es heute fast Konsens unter Architekturliebhabern zu sein, dass ein so genannter und angeblicher Originalzustand das Ideal einer Erhaltung, Sanierung oder Rekonstruktion sei. Eben dies ist zweifelhaft. Unabhängig von der Frage, ob man etwas dauerhaft erhalten kann, ist es fraglich, dass man es sollte. Der heutige Bauhaus-Kult mutet wie ein Historismus an, der nun nicht wie der Historismus der Gründerzeit Formen der Renaissance oder des Barock aufgreift, sondern die Moderne. Den Einfamilienhäusern der Stadtränder gesellen sich seit Jahren ‚Bauhausvillen‘ hinzu: Flachdach, weißer Putz, rechter Winkel, manchmal auch Fensterbänder. Diese Attitüden haben wenig mit Funktionalität zu tun, mehr hingegen mit einer Art Ornamentik der Moderne, in der der Architekturhistoriker Karl-Heinz Hüter „Anzeichen einer doktrinären Überfrachtung des Bauens mit Semiotik“ gesehen hat, wozu beispielsweise das „nicht immer praktikable[n] Flachdach[s]“ gehöre („Architektursprache. Semiotik des Neuen Bauens“, in: Form+Zweck 3, 1981).

Anstatt weiterhin einen Moderne-Historismus zu pflegen, sei an Ideen der Postmoderne erinnert. Ob deren architektonische Resultate schön waren, ist im Einzelfall strittig. Aber die Theorie hat etwas für sich: Das Formengut der Moderne gehört selbstverständlich zum Erfahrungsschatz heutiger Betrachter. Es bietet nichts Neues mehr, schon gar nicht etwas ‚Progressives‘. Man sollte es als einen jüngeren Versuch betrachten, eine stilistische Einheit zu schaffen („Einheit in der Vielfalt“ war ein Slogan von Gropius) – der nun der Geschichte angehört. Dieser jüngere Versuch einer Gestaltung der alltäglichen Umwelt zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass er mit einem besonderen Anspruch, ‚neu‘ zu sein, einherging. Die damalige Modebezeichnung „Neues Bauen“ ist ein Hinweis darauf. Jetzt ist das Neue Bauen alt. Es steht zwar zeichenhaft und programmatisch für ein Neusein, ist aber sichtlich gealtert.

Das Gelände des zweiten Bauabschnitts der Siedlung Blumläger Feld bietet die Möglichkeit, in Celle einmal das vorzuführen, was bisher deutschlandweit, wenn nicht weltweit, auf jeden Fall in Celle, größtenteils versäumt wurde: die Moderne als ein jüngeres Stilphänomen zu zitieren. Wiederbeleben lässt sie sich mit Sicherheit nicht, aber wohl ein wenig persiflieren. Eine lange Zeile, die zum Teil Grundrissideen Haeslers und das Fensterband der Moderne aufgreift, daneben ironisch zitiert (Fensterbandkurven?) und in der diese Elemente schließlich in einem weiteren Abschnitt eine Verbindung mit angedeuteten Giebeln eines barocken Bürgerhauses oder gar mit den Giebeln einer heutzutage als ‚Friesenhausstil‘ vermarkteten Ästhetik eingehen. So viel Witz würde Celle und allgemein dem Umgang mit der alt gewordenen Moderne guttun … und vielleicht Besucher anziehen. Dabei könnte auch interessierten Mietern wieder ein Garten angeboten werden. Interessanter als eine Vorhangfassade, die ein Erscheinungsbild fortführen soll, wäre das allemal. Eine Erhaltung oder Einbindung alter Bestandteile zum Beispiel des Treppenhauses oder der Eingangsbereiche würde das nicht ausschließen. Aber diese originalen Teile wären nur noch ‚Spolien‘ der Moderne. Und das ist gut so.

 

 

*https://celler-presse.de/2018/11/08/luehmann-blumlaeger-feld-nord-und-altstaedter-schule-werden-saniert-105-millionen-euro-aus-berlin-fuer-haesler-bauwerke-in-celle/

https://www.cellesche-zeitung.de/Celle/Aus-der-Stadt/Celle-Stadt/Millionen-fuers-Haesler-Erbe

 

 

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Hier sind noch die Spuren der offenen Lauben, die später geschlossen wurden, erkennbar.

 

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Blick über die Gärten zum Grünen Weg, an dem Ende der Dreißigerjahre die Einfamilienhäuser entstanden.

 

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Der „Puschen“ war eine Stammkneipe vieler Bewohner.

(Alle Fotos wurden 2009 von Roland Posner, dem Leiter der Berliner Arbeitsstelle für Semiotik, geschossen.)

 

 

Man sieht das Bauhaus nicht durch die heutige Bauhausbrille

Der Leistung eines Architekten und eines Bauwerks zu gedenken, wird sich nicht auf Dauer dadurch vollziehen lassen, dass das Bauwerk selbst Symbol ist, sondern es bedarf der Symbole, die sich auf das Bauwerk beziehen.

Und diese Symbole werden nicht auf Dauer einen ‚Stil‘, einen ‚Geist‘, … wiederbeleben können. Versuche dieser Art prägen gegenwärtig den Einfamilienhausbau: https://www.google.de/search?q=bauhausstil&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjT7KLUyL7hAhUDzaQKHT4KDB0Q_AUIDigB&biw=1440&bih=754 wie die Typografie aktueller Publikationen: https://www.taschen.com/pages/de/catalogue/architecture/all/49369/facts.bauhaus_aktualisierte_ausgabe.htm?gclid=EAIaIQobChMI2_eR_cm-4QIVh813Ch12sA-aEAAYASAAEgLxRvD_BwE#images_gallery-1

otto haesler als Marke?

Bekanntlich verfolgte man am Bauhaus und in der Typografie der Moderne in der Weimarer Republik das Ziel, Kleinschreibung durchzusetzen. Der Wunsch einer ästhetischen Wiederbelebung kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass der Name „Otto Haesler“ auf der folgenden Seite des Celler Tourismusmarketings kleingeschrieben wird:

https://bauhaus.celle-tourismus.de/otto-haesler-in-celle/wer-war-otto-haesler/

Von 1906 bis 1933 hinterließ der Architekt otto haesler in Celle seine Spuren. Indem er die Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner oder Nutzer in den Mittelpunkt seiner Planung stellte, revolutionierte er in den 20er Jahren den Wohnungs- und auch den Schulbau. In Celle kann man die Entwicklung vom jungen ambitionierten Architekten bis hin zum Städtebauer nachvollziehen. So hat haesler nicht nur die bekannten Bauten und Siedlungen des Neuen Bauens in Celle geschaffen, sondern auch mit großer Vielfalt an ganz unerwarteten Stellen gewirkt.

Sie werden otto haeslers Spuren an vielen Orten in Celle entdecken […]

 

Ein Blick aufs ‚Ganze‘, auf ‚die Zeit‘, könnte ein wenig heilsam sein.

Deutschland im Jahre 1929:  youtube.com/watch?v=GcaAh_tYidY

 

 

Man sieht das Bauhaus nicht durch die heutige Bauhausbrille …, aber vielleicht besser, wenn man es mit einem Blick für das Flüchtige, Vergängliche, versucht.

 

haesler auf schrank

 

 

https://cellediefreieseite.wordpress.com/2019/01/04/hegel-und-der-koelner-dom/

 

https://cellediefreieseite.wordpress.com/2017/10/23/nochmals-auch-zu-otto-haesler-die-grosse-offenheit-eine-kulturelle-konstante-in-charakter-und-architektur/

 

https://cellediefreieseite.wordpress.com/2016/10/13/zwischen-geschichte-und-geschichten-fern-der-touristischen-idealisierung-am-beispiel-otto-haesler/

 

https://cellediefreieseite.wordpress.com/eine-seite/vorweg-otto-haesler/

 

 

haesler schule und gärten gemälde 3

 

haesler blumläger feld von außen und von innen


haesler blumläger Garten Fensterblick und grüner weg 4

Und noch eine Ergänzung:

https://www.archplus.net/download/artikel/3498/

Den flachen Zeilenbauten im Blumläger Feld wurde allerdings durch aktuelle Um- und Erweiterungsbauten der Garaus gemacht. So verständlich es ist, dass heute niemand mehr in diesen extrem einfachen Standards von 1930 leben will, so unverständlich ist die Haltung, mit der dieses erstrangige Baudenkmal preisgegeben wurde, statt nach besseren Lösungen zu suchen oder wenigstens einen Teilbereich authentisch zu erhalten.

Dem sollte man heute widersprechen. Erstens war es mir fast zehn Jahre gut möglich, in diesen ‚einfachen Standards‘ zu leben (allerdings mit Badewanne, denn bekanntlich waren die Bäder lange vor den Sanierungen 2003 verändert worden). Zweitens kann man heute keine Gebäudekomplexe aus dem Jahre 1930 ‚authentisch‘ erhalten – sie wären in jedem Fall ungewollt museal.

 

 

 

Zum denkmalgerechten Umgang mit der gealterten Rhetorik des Neuseins in Bauwerken der Klassischen Moderne: das Beispiel der Siedlung Blumläger Feld von Otto Haesler in Celle

 

Der folgende Aufsatz erschien lange vor der Feststellung der Schäden des Stahlskeletts in der Zeitschrift für Semiotik, Band 34, und ist eine Reflexion zur Frage des ‚denkmalpflegerischen‘ Umgangs mit dem zweiten Bauabschnitt der Siedlung Blumläger Feld:

„Zum denkmalgerechten Umgang mit der gealterten Rhetorik des Neuseins in Bauwerken der Klassischen Moderne: das Beispiel der Siedlung Blumläger Feld von Otto Haesler in Celle“. In: Zeitschrift für Semiotik 34, 3-4/2012: 307-347.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hayek-Club Celle

In Celle hat der Hayek-Club am 26. Januar seinen ersten Vortragsabend veranstaltet. Referiert wurde von Thomas Kuhnert über die Konjunkturtheorie Hayeks.

Hayek-Clubs

Die regionalen Hayek-Clubs (oder „Gesprächskreise“ ) dienen der Verbreitung der Ideen der Hayek-Gesellschaft in der Fläche und der Bildung lokaler liberaler Netzwerke zwecks Ideenaustausch und gegenseitiger Hilfe. Sie sind selbständige, meist informelle private Vereine mit finanzieller Selbstverantwortlichkeit.

https://hayek.de/hayek-gesellschaft/hayek-clubs/

hayek club celle 26.1.19

 

Zweiter Vortragsabend, 26.2.2019:

Referent: Prof. Dr. Gerd Habermann, Jahrgang 1945, Wirtschaftsphilosoph, Honorarprofessor an der Universität Potsdam, Vorsitzender der Friedrich-August von Hayek-Gesellschaft

Kulturmarxismus – Ein alter Feind in neuem Gewand

Prof. Dr. Habermann referierte über das Phänomen des Kulturmarxismus, ging auf dessen philosophisch-historischen Hintergrund ein und zeigte Risiken dieser Gedankenlehre auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hegel und der Kölner Dom

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Hegel musste der Kölner Dom 1822 faszinieren. Denn damals – vor seiner ‚Vollendung‘ um 1880 – stand er als Torso vor aller Augen. Und es fragt sich, ob er vollendet werden könnte, über 300 Jahre nach seiner Konzeption. Zwar hatte man alte Pläne gefunden: https://www.koelner-dom.de/rundgang/bedeutendewerke/plan-f-end-of-the-13th-century/info/?L=1

Aber Entscheidendes hatte sich inzwischen verändert: das Erleben der Menschen; wie es für sie sein würde, vor dem Dom zu stehen, sich in ihm zu befinden, … So musste der vollendete Dom nun als Rekonstruktion erscheinen. Und als Rekonstruktion ist er inzwischen von eigenem historischen Wert. Der Torso, dem Hegel 1822 begegnete, war jedoch Ausdruck einer ganzen Konzeption: „bewundernswürdig als Konzeption eines Menschen und Unternehmen einer Stadt; es kommt einem darin ein anderer Zustand, eine andere Menschenwelt, sowie eine andere Zeit in jedem Sinne recht lebhaft vor Augen.“ (Hegel, Briefe II 353; zitiert nach Wiedmann: Hegel, Reinbek: 1965, S. 90)

Eine heutige Rekonstruktion ist mehr Ausdruck heutigen Erlebens als Ausdruck der Konzeption der Bauzeit. So verschwindet manches ohnehin, ob Konservateure das wünschen oder nicht; ob sie etwas zu rekonstruieren meinen oder nicht.

 

Hier eine Abbildung des Kölner Doms 1788:

https://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/priesterausbildung/die_haeuser/priesterseminar/geschichte/

Celler Stadtkirche St. Marien, um 1650, ohne Turm:

http://universaar.uni-saarland.de/journals/index.php/tg/article/viewArticle/174/200

 

 

 

 

Vgl.:

https://cellediefreieseite.wordpress.com/2019/04/07/otto-haesler-das-blumlaeger-feld-ein-teures-denkmal-der-sparsamkeit/

 

 

 

 

 

 

 

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„Die Häuser denen, die sie brauchen“

Anlässlich des merkwürdigen Betragens, mit dem recht viele Celler Bürger einer ‚Kultkneipe‘ gedenken wollten und damit beanspruchen, sich zu nehmen, was sie brauchen*, folgt ein kurzer Hinweis darauf, wie es heute um den autoritären Charakter steht, um den man einst so viel Rummel machte. Linke und ihre Sponti-Sprüche sind heute sehr antiquiert.

Abstract

With the transformation of society from authoritarian to anti-authoritarian

there has been a shift in the pattern of armor in the general population, with

greater armor in the ocular segment at the expense of muscular armor. This shift

has resulted in greater anxiety, impulsive behavior, a tendency to rely on street

drugs and alcohol to self-medicate and greater unsatisfied behavior in the form

of pornography (voyeurism) and secondary layer sexuality (sadism, masochism,

polymorphous perversity, and so on). These behavioral changes have required

changes in the therapeutic approach of the medical orgonomist although the

goal of therapy remains unchanged.

http://www.orgonomy.org/articles/Science_Links/therapy_authoritarian_43_2.pdf

 

*https://celleheute.de/aktualisiert-die-haeuser-denen-die-sie-brauchen-feiernde-erobern-rios-zurueck/

 

 

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Freuds Bibliothek in London, Maresfield Gardens.  Links u.a. „Charakteranalyse“ von W. Reich

 

Dazu passt:

https://cellediefreieseite.wordpress.com/2017/10/23/nochmals-auch-zu-otto-haesler-die-grosse-offenheit-eine-kulturelle-konstante-in-charakter-und-architektur/

 

Von Lehrern gelobtes Schule-Schwänzen als weiteres aktuelles Beispiel für den ‚antiautoritären Charakter‘:

facebook.com/photo.php?fbid=10215640905030037&set=a.1697276146102&type=3

Und das ist kein Einzelfall, sondern womöglich typisch:

facebook.com/photo.php?fbid=2307728839550139&set=a.1411873975802301&type=3

https://www.suedtirolnews.it/video/zehntausende-protestieren-in-deutschland-fuer-mehr-klimaschutz

 

Hintergrundinformation:

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 6)

 

‚Das sozialistische Patientenkollektiv‘:

Das sozialistische Patientenkollektiv (Teil 2)

 

 

https://www.corriere.it/english/19_aprile_11/benedikt-xvi-die-kirche-und-der-skandal-des-sexuellen-mibrauchs-9dbdfaba-5bbc-11e9-ba57-a3df5eacbd16.shtml

Benedikt XVI: Die Kirche und der Skandal des sexuellen Mißbrauchs

Dies ist der lange Artikel, den der emeritierte Papst Benedikt XVI in Form von Notizen zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche verfasst hat. Es ist eine gründliche und gnadenlose Analyse der Entstehung und Verbreitung dieses Verbrechens auch in der kirchlichen Welt. Ein Verbrechen, das aus einem so schwer zu bekämpfenden «moralischen Zusammenbruch» entstanden ist. Joseph Ratzingers Reflexion deckt ein halbes Jahrhundert Geschichte ab und wird im deutschen Monatsblatt «Klerusblatt» veröffentlicht. Corriere della Sera hatte den exklusiven Text für Italien, den wir den Lesern anbieten.

 

 

 

 

 

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Das Interview mit Stephen Smith: zur ‚Bekämpfung der Fluchtursachen‘

Das traditionelle Afrika ist untergegangen, die Werte und Normen der Vergangenheit bedeuten den Jugendlichen nichts mehr. Deren Ideale kommen heute von außen, via Satellitenfernsehen und Internet.
[…] Sie fliehen vor der Herrschaft der Älteren, sie suchen Modernität und Abenteuer. Mehr noch als um ökonomische geht es ihnen um existenzielle Fragen.

Es gibt heute 500 Millionen Westeuropäer, auf der anderen Seite des Mittelmeers leben 1,3 Milliarden Afrikaner. Schon im Jahr 2050 werden es 2,5 Milliarden Afrikaner sein. Und zwar sehr junge Afrikaner, zwei Drittel von ihnen werden unter dreißig sein.

Ich glaube mit Hans Magnus Enzensberger, dass man sich nicht vor Applaus von der falschen Seite fürchten darf. Aber Marine Le Pen hätte meinem Buch einen anderen Titel gegeben: „Die schwarze demografische Bombe“ zum Beispiel. Sie hätte damit Angst schüren wollen.

Als Amerikaner überrascht mich, wie sehr die Westeuropäer die demografische Entwicklung ignorieren.

Das traditionelle Afrika ist untergegangen, die Werte und Normen der Vergangenheit bedeuten den Jugendlichen nichts mehr. Deren Ideale kommen heute von außen, via Satellitenfernsehen und Internet. Die aufsteigende Mittelklasse – heute etwa 150 Millionen Afrikaner, in 30 Jahren viermal mehr – wird das tun, was unter vergleichbaren Umständen alle anderen in der Welt getan haben, nämlich auswandern.

[ZEIT: Heute fliehen die Menschen vor dem Elend in Afrika. ]

[Smith: Eben nicht.] Nur die Bessergestellten wagen die Reise nach Europa.

Die Bilanz des postkolonialen Afrikas ist eine unlösbare Aufgabe. Als Journalist habe ich die Probleme von Korruption, Missmanagement und Autoritarismus beschrieben. Vor allem aber habe ich sie überschätzt.

[ZEIT: Wenn es nicht das eigene Versagen ist – warum fliehen so viele Afrikaner? ]

[ZEIT: Warum rechnet bei uns keiner mit Millionen neuer afrikanischer Einwanderer? ]

Ein Grund ist das, was Hannah Arendt die Politik des Mitleids nennt. Sie trübt unseren Blick.

[ZEIT: Fordern Sie eine Festung Europa? ]

Flüchtlinge kommen immer mit legitimen Interessen, und wir können sie genauso legitim zurückweisen. Wenn ich Afrikaner wäre und sähe, dass in meiner Lebenszeit dort keine Verhältnisse entstehen, die es meinen Kindern erlauben, am Fortschritt der Welt teilzuhaben, dann würde ich auch wandern. Wenn ich dagegen ein Europäer wäre, der zusieht, wie sich alles so rasend schnell verändert, dass er sich nicht mehr zu Hause fühlt, dann würde ich darüber entscheiden wollen, wer nach Europa kommt.

Wir schauen zu viel auf unser Spiegelbild. Wir schauen uns nicht Afrika an. Mir ist das junge, dynamische Afrika sympathisch. Deshalb zweifele ich nicht am Willen junger Afrikaner. Sie fliehen vor der Herrschaft der Älteren, sie suchen Modernität und Abenteuer. Mehr noch als um ökonomische geht es ihnen um existenzielle Fragen.

https://www.zeit.de/2018/40/fluechtlingspolitik-stephen-smith-afrikanist-herausforderung-europa/komplettansicht

 

 

 

Man vergleiche Smiths Einschätzung mit den Aussagen selbsternannter ‚Antifaschisten‘: https://antifabochum.noblogs.org/2018/09/fluchtursachen-beseitigen-kapitalismus-ueberwinden/

 

 

https://www.welt.de/politik/ausland/article174796884/Millionen-Fluechtlinge-aus-Afrika-Zweite-Phase-der-Migration-hat-laengst-begonnen.html

Neueste Umfragen in afrikanischen Ländern zeigen, dass bis zu zwei Drittel der Einwohner auswandern wollen. Dabei sind nicht allein Not und Terror ein Antrieb, sondern oft Verwandte und Freunde, die schon in Europa sind.

 

 

 

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Petition: „Frau Bundeskanzler, bitte belegen Sie Ihre Behauptungen!“

 

https://www.change.org/p/bundesregierung-frau-bundeskanzler-bitte-belegen-sie-ihre-behauptungen

Aufruf von ScienceFiles und Werner J. Patzelt

Am 27. August 2018 hat Regierungssprecher Steffen Seibert die Ereignisse in Chemnitz mit den folgenden Worten kommentiert: „Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft, oder der Versuch, Hass auf den Straßen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin“. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Folgetag in einem Interview überdies erklärt: „Wir haben Videoaufnahmen darüber, dass es Hetzjagden gab, dass es Zusammenrottungen gab, dass es Hass auf der Straße gab, und das hat mit unserem Rechtsstaat nichts zu tun“. Bekanntlich waren diese Aussagen politisch folgenreich.

Inzwischen aber erklären der Chefredakteur der „Freien Presse“ in Chemnitz, dessen Journalisten vor Ort waren, die sächsische Generalstaatsanwaltschaft sowie die sächsische Polizei, dass derlei Hetzjagden gar nicht stattgefunden haben.

Also wäre es hilfreich zu wissen, wessen Aussagen denn stimmen. Am überzeugendsten wäre das geklärt, wenn die Bundeskanzlerin und der Regierungssprecher jene Videoaufnahmen über Chemnitzer Hetzjagden veröffentlichten, die ihnen nach eigener Aussage vorgelegen haben. Falls hingegen eine Veröffentlichung jener Videoaufnahmen unterbleibt, liegt die Vermutung nahe, dass die Bundeskanzlerin und der Regierungssprecher tatsachenwidrig von Hetzjagden gesprochen haben.

Im Übrigen wären wir der Bundeskanzlerin und dem Regierungssprecher für eine Klarstellung dazu dankbar, was eine Protestkundgebung von einer „Zusammenrottung“ unterscheidet, und auf welche Chemnitzer Ereignisse der letztere Begriff zutreffend anzuwenden ist. Hilfreich wäre in diesem Zusammenhang auch eine Auskunft darüber, welche der Hamburger Ereignisse anlässlich des G20-Gipfels zutreffend mit „Zusammenrottung“ zu bezeichnen wären. Der Vergleich beider Erläuterungen würde dann Aufschluss darüber geben, ob die Bundeskanzlerin und der Regierungssprecher jeweils die gleichen Beurteilungsmaßstäbe anlegen. Falls Letzteres nicht der Fall wäre, wünschten wir uns eine Begründung dafür.

Wir bitten somit die Bundeskanzlerin und den Regierungssprecher zum einen um die Veröffentlichung des den beiden vorliegenden Videomaterials über Chemnitzer Hetzjagden, zum anderen um die Erläuterung des von ihnen für Protestdemonstrationen verwendeten Begriffs „Zusammenrottung“.

An der Aufklärung beider Sachverhalte interessierten Bundestagsfraktionen stellen wir anheim, diesen Aufruf gegebenenfalls in die Form einer parlamentarischen Anfrage zu bringen. Ob und in welcher Weise die Bundeskanzlerin und der Regierungssprecher auf unseren Aufruf geantwortet haben, werden wir an dieser Stelle in angemessener Frist veröffentlichen.

Dr. habil. Heike Diefenbach
Michael Klein, M.A.
Werner J. Patzelt

 

 

Die Ereignisse in Chemnitz werden deutschlandweit und darüber hinaus mit dem Label Hetzjagd versehen. Wir, die Redaktion der Freien Presse, haben uns bewusst entschieden, für das Geschehen am Sonntag von Anfang an den Begriff Hetzjagd nicht zu verwenden, weil er aus unserer Sicht nicht zutrifft.

https://www.freiepresse.de/chemnitz/chemnitz-darum-sprechen-wir-nicht-von-hetzjagd-artikel10299149

 

Patzelt muss sich heute (10.09.18) gegen verleumdenden Journalismus zur Wehr setzen:

http://wjpatzelt.de/2018/09/10/verleumdender-journalismus/

Denn weder habe ich einen „Vergleich“ (gemeint ist eigentlich: eine „Gleichsetzung“) zwischen der Bundeskanzlerin Merkel und dem NS-Propagandaminister Goebbels vollzogen, noch konnte meine Ablehnung jeder derartigen Bezugnahme dem Autor entgangen sein, weil ich ihm – von Pfahler schriftlich danach gefragt – eben diese Ablehnung und in aller Klarheit ausdrücklich schriftlich mitgeteilt hatte. […]   Verleumderisch ist ferner die Rede von Patzelts „Chemnitz-Theorie“. Wieder tut Pfahler so, als gäbe irgendetwas wie das Insinuierte. Und ganz tatsachenwidrig legt er im Folgenden nahe, diese „Theorie“ bestehe in der Behauptung, dass es in Chemnitz keinerlei rechtsradikale Übergriffe gegeben habe. Doch ganz im Gegenteil habe ich doch selbst alle bekannten Videos, die solche Übergriffe dokumentieren, in einem meiner Blogbeiträge zusammengestellt (http://wjpatzelt.de/2018/09/02/was-von-den-chemnitzer-hetzjagden-bleibt-samt-einigen-lehren/; siehe dort den Absatz „Freilich folgt daraus keineswegs …“). Obendrein habe ich dieser Zusammenstellung rechtsradikalen Nacheilens ausdrücklich angefügt: „Diese Fälle, selbst wenn wenige, verdienen keine Entschuldigung, sondern Kritik an den Verursachern“. Pfahler aber legt den Lesern nahe, meine Position sei genau das Gegenteil derer, die ich nachweislich vertrete. […] Korrekt ist: In der von ScienceFiles zu verantwortenden Präsentation meines Aufrufs wird als Hintergrundbild einer graphischen Darstellung der von ScienceFiles – nicht von mir – erstellten „Theorie der Lügenspirale“ ein Bild des Nazi-Propagandisten Goebbels verwendet. Dass Goebbels ein lügnerischer Verbrecher war, wird kein vernünftiger Mensch bestreiten. Und dass Goebbels mit der Berichterstattung über Chemnitz etwas zu tun hat, wird kein vernünftiger Mensch behaupten – und ich tue das schon gleich gar nicht. Vielmehr sage ich: Goebbels hat mit meinem Anliegen, Widersprüche zwischen regierungsamtlicher und polizeilich-staatsanwaltschaftlicher Darstellung der Chemnitzer Ereignisse aufzuklären, nicht das Mindeste zu tun! Und wäre mir dieses Hintergrundbild aufgefallen, bevor man mich empört darauf aufmerksam machte, hätte ich von vornherein auf seiner Entfernung bestanden. Wenn also überhaupt jemand Goebbels gleichsetzen sollte mit denen, welche für die Berichterstattung über die Chemnitzer Ereignisse verantwortlich wären, dann bin das ganz gewiss nicht ich, war ich das nie und werde ich das auch nie sein.

Gleichwohl insinuiert Lennart Pfahler genau das. Ob das wohl keine üble Nachrede ist?

[…]„Wenn eines Tages auch die Journalistenschaft wieder mehrheitlich ihre politisch-kulturell ins Gewicht fallende Hauptaufgabe weniger in der politischen Parteinahme sähe als vielmehr in umfassenden Faktenrecherchen, in sorgfältigen Beschreibungen von Wirkungszusammenhängen sowie in beispielhaft sorgfältigen Kommentierungen und Bewertungen des zutreffend vor Augen Geführten, dann wäre auch dadurch ein sehr wichtiger Beitrag zur Befriedung unserer Gesellschaft geleistet – und ebenso zur Rückkehr wechselseitig guten Willens in den seinerseits unverzichtbaren politischen Streit. Und am besten verlangt man das alles nicht einfach von anderen, sondern geht selbst mit gutem Beispiel voran – ein jeder in seinem eigenen Verantwortungsbereich!“

 

http://wjpatzelt.de/2018/10/10/warum-gruene-und-afd-wachsen-doch-spd-und-union-schrumpfen/

Die Antifa Nordost hatte angekündigt, dass ich für meine politisch unwillkommenen Aussagen schon noch bezahlen würde. Nach dem Abfackeln des Familienwagens veröffentlichte sie dann im Internet ein Bekennerschreiben, das die Polizei für glaubwürdig hält. Jedenfalls ist klar, dass die – weiterhin unbekannten – Täter aus der linken Szene stammen.

 

 

 

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Presse, ‚Flüchtlinge‘, … Wahrheit ist langweilig

Wahrheit ist langweilig. „Wahrheit“ klingt offenbar fast nur noch pathetisch – wie mancher es heute in der „Zauberflöte“ empfinden mag.

Die Wahrheit! Die Wahrheit!

Wär‘ sie auch Verbrechen.

Eine einzelne Wahrheit ist langweilig insbesondere dann, wenn sie auch bekannt ist, und sei sie noch so relevant. Den Nachrichten über das BAMF ist nichts Wesentliches hinzuzufügen:

„Das ungewöhnliche: B. streitet nichts von den Vorwürfen ab, sagt, dass Korruption ein lächerlicher Vorwurf sei. Ihr wäre es immer um die Menschen gegangen. Doch sie hat einen Verdacht: Sie soll diejenige sein, die geopfert werden soll. […] Der Bild erläutert sie den Grund: Als ab 2014 immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland kamen, sei das mit dem vorhandenen Personal nicht mehr zu stemmen gewesen. Das hätten alle gewusst. Doch zunehmend sei es nur noch um Fallzahlen gegangen und Bearbeitungszeiten – nicht aber um die menschlichen Schicksale. Es dürfte die Zeit gewesen sein, als Frank-Jürgen Weise Bamf-Präsident wurde. Auf ausdrücklichen Wunsch der Regierung forcierte er das Tempo bei den Bearbeitungen und auch die Effizienz. […] Die Hauptsache war, dass die Asylfälle irgendwie weggearbeitet worden seien. […] Es müssten doch die Menschen in Not zählen, soll sie laut Bild gesagt haben, und nicht die Zahlen. Angesprochen darauf, dass auch Straftäter unter den ‚durchgewunkenen‘ Asylbewerbern waren, soll sie lapidar gesagt haben: Irren sei menschlich.“
https://www.merkur.de/politik/bamf-skandal-in-bremen-ex-chefin-steht-zu-allem-und-droht-politikern-es-wird-noch-alles-ans-licht-kommen-zr-9911264.html

Der helferische Impetus ist jedenfalls deutlich. Die Anziehungskraft, die er um 2015 herum ausübte, war eines meiner Themen in einem Kommentar (bei Celleheute) 2016: https://cellediefreieseite.wordpress.com/2016/08/18/der-anlass/

Ist Helfen schlecht? Natürlich nicht. Hilfe seitens eines demokratischen Staates muss allerdings nach öffentlich bekannten Regeln geschehen, also eine Anwendung nach öffentlich bekannten Kriterien sein. Daher ist der – wenn auch graduelle – Unterschied zwischen Flucht und solcher Migration, die eher nicht Flucht ist, relevant.

Heute wird gern damit argumentiert, dass nicht so viele Menschen mit Booten über das Mittelmeer nach Griechenland gekommen wären, wenn sie sich nicht in einer Zwangslage befunden hätten, derentwegen ihre Migration mit Recht als Flucht charakterisiert werden könne. Dazu:

Mehrere Detailschilderungen haben mir klar gemacht, dass Migranten, die mit Booten das Mittelmeer überquerten, nicht wussten, worauf sie sich eingelassen hatten, bis sie in den Booten saßen. Manche wussten nicht einmal, dass Boote seitens der Schlepper vorgesehen waren. Eindrücklich wurde mir geschildert, wie in einem undichten Boot ein Mitfahrer vorgeschlagen habe, etwa eine Hälfte (entsprechend dem Anteil einer Herkunftsgruppe) über Bord zu werfen, um die eigenen Chancen zu erhöhen. Der Erzähler* habe das abgelehnt und noch einmal gebetet. Schließlich sei ein rettendes Schiff in Sicht gewesen …

„Ich hätte mich nicht auf den Weg gemacht, wenn ich gewusst hätte …“ war klar die Aussage vieler 2015-Migranten.

Fast die einzigen Menschen, mit denen man sich in Deutschland noch ehrlich unterhalten kann, sind 2015-Migranten. Leider sind nicht alle 2015-Migranten diskussionsfreudig, auch wenn ihre Sprachkenntnisse Diskussion schon erlauben würden. In Deutschland politisch sozialisierte Menschen zeigen allerdings besonders wenig Interesse an … Wahrheit.

 

 

UNDERCOVER: NGOs teaching migrants to lie:

youtube.com/watch?v=K4XhLiiu0is

 

 

 

*ein nicht mehr oder weniger politisch Verfolgter oder Unterdrückter als durchschnittlich jeder andere in seinem Land

 

 

 

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